Müllvermeidung

Ab in die Tonne?

Illustration: wppt

Beim Thema Müllvermeidung geht es längst nicht mehr nur um Plastik. Denn von den umweltschädlichen Verpackungen abgesehen, werfen die Menschen insgesamt viel zu viel weg. So landen in Deutschland pro Kopf jedes Jahr im Durchschnitt 82 Kilogramm Lebensmittel im Abfalleimer. Das entspricht zwei vollen Einkaufswagen und einem Wert von etwa 235 Euro. Rund 65 Prozent der entsorgten Lebensmittel sind laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft teilweise oder sogar gänzlich in Ordnung. Denn nur weil eine Erdbeere ein paar Druckstellen aufweist oder der Joghurt das Mindesthaltbarkeitsdatum um einen Tag überschritten hat, sind diese Produkte meist keineswegs ungenießbar.

Freizeitlinie 605

Ausflug zum Brückenfest nach Müngsten

Talblick im Städtedreieck: Die Müngstener Brücke ist immer einen Ausflug wert. (Foto: Süleyman Kayaalp)

Am 24. und 25. Oktober 2020 findet im Brückenpark Müngsten wieder das Brückenfest statt. An diesem Wochenende ist die Freizeitlinie 605 letztmalig in diesem Jahr unterwegs. Die Busse verbinden im 30-Minuten-Takt den Grünen Zoo Wuppertal, das Arboretum Burgholz und den Brückenpark Müngsten. Die erste Fahrt startet um 10.09 Uhr vom Zoo-Haupteingang. Letzte Rückfahrt vom Brückenpark ist um 19.17 Uhr. Der Grüne Zoo Wuppertal lockt die Besucher unter anderem mit den beiden im Frühjahr geborenen Elefantenbabys Tsavo und Kimana sowie der neuen Freiflugvoliere Aralandia für Aras, Sonnensittiche, Flamingos und Zwerghirsche. Im Arboretum Burgholz laden Wanderwege zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Interessant und kurzweilig - besonders für Familien - ist der kulturhistorische Lehrpfad. Informationen zum Brückenfest gibt es unter www.solingen.de. Das Fest unter der 1897 eingeweihten, 107 Meter hohen Eisenbahnbrücke, die das Tal der Wupper überspannt, findet seit 1997 jährlich statt. Am 25. Oktober ist außerdem der 47. Müngstener Brückenlauf geplant.

YoungTicketPLUS

Die ersten Schritte

Das YoungTicketPLUS macht junge Menschen noch mobiler. (Foto: iStock)

Egal ob Auszubildende, Praktikanten, Schüler, Studierende oder Volontäre - sie alle fahren mit der Abo- oder Monatskarte durchs gesamte VRR-Gebiet. Auch eine Begleitung ist zu bestimmten Zeiten inbegriffen. Darf es noch etwas mehr sein? Für weitere 20 Euro geht's direkt durch ganz NRW. Abos gibt es unter www.wsw-online.de oder in der WSW move-App.

MobiCenter

Neue Öffnungszeiten

Die MobiCenter in Barmen und in Elberfeld haben ihre Öffnungszeiten geändert. Montags bis freitags stehen zwischen 9 und 17 Uhr alle Services rund um den Nahverkehr zur Verfügung. Samstags und sonntags ist geschlossen. Informationen gibt es außerhalb der Öffnungszeiten auch in den sozialen Netzwerken. Auf www.wsw-online.de können außerdem bequem Auskünfte über Fahrpläne, aktuelle Ticketpreise oder Störungen abgerufen werden. Auch ein passendes Ticket-Abo kann dort beantragt werden.

AWG-App

Abfallkalender und Sperrmüll-Service

Die neu entwickelte App der AWG bietet für alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler einen bequemen Zugang zu aktuellen Infos rund um die Abfallentsorgung. In der App lassen sich die Termine der Müllabfuhr im elektronischen Abfallkalender nachlesen, außerdem können sich die Nutzer für den Sperrmüll-Eilservice anmelden oder sich über den Service auf den AWG-Recyclinghöfen informieren. Darüber hinaus sind das Sammel-ABC, Stellenangebote und aktuelle Nachrichten über die AWG schnell und sicher verfügbar. Ein Update für das Abspeichern der eigenen Straße und Push-Nachrichten zur Erinnerung an die Leerungstermine für die jeweiligen Abfalltonnen ist bereits in Planung. Die AWG-App ist für Smartphones und Tablets verfügbar und kann im App Store beziehungsweise bei Google Play kostenlos heruntergeladen werden.

Mehrwertsteuersenkung

Fahren und sparen

Auch die Nahverkehrskunden in Wuppertal profitieren seit dem 1. August von der durch die Bundesregierung beschlos­senen Absenkung der Mehrwertsteuer von 7 auf 5 Prozent. Wie die anderen Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gibt auch die WSW mobil den gesenkten Steuersatz an ihre Kunden weiter. Ein großer Teil der VRR-Tickets wird dadurch billiger. So kostet das 4erTicket Erwachsene für Wuppertal (Preisstufe A3) seit dem 1. August 10,50 Euro (statt 10,70 Euro). Aus kassentechnischen Gründen werden die Preise aber auf ganze 5- oder 10-Cent-Beträge gerundet. Die Steuersenkung wird daher in unterschiedlicher Höhe auf die einzelnen Ticketarten angewendet.

Tickettipp

Die Stadt erkunden

Große Flexibilität mit dem 24- bzw. 48-StundenTicket (Foto: iStock)

Einmal Ticket entwerten und den ganzen Tag oder sogar zwei Tage fahren? Das geht mit dem 24- bzw. dem 48-StundenTicket. Die beiden Tickets bieten eine besonders große Flexibilität. In dem genannten Zeitraum können Fahrgäste im ausgewählten Geltungsbereich völlig frei so oft hin und her fahren wie sie wollen. Entweder alleine oder in einer Gruppe mit bis zu fünf Personen. Erhältlich sind die Tagestickets an Fahrkartenautomaten, in den MobiCentern Barmen und Elberfeld oder als HandyTicket. Noch mehr Tickets gibt es in der App WSW move.

Service vor Ort

Das MobiMobil on Tour

Unsere mobilen Berater sind wieder regelmäßig in den Stadtteilen unterwegs und Ihr Ansprechpartner, wenn es um Tickets, Tarife oder Anregungen geht. Sie möchten ein Modell der Schwebebahn kaufen oder ein Abo abschließen? Das alles gibt's auch im MobiMobil. Alle Termine gibt es auf der WSW-Website. Unter anderem treffen Sie uns hier:

10. September 2020 9–16 Uhr, Schwebebahn Vohwinkel
15. September 2020 8–13 Uhr, Markt in Ronsdorf
23. September 2020 9–16 Uhr, Berliner Platz Oberbarmen

WSW Klimafonds

Ein Platz für Fienchen

Zweirad statt Auto: Bernhard Piotrowski-Bölt auf dem Lastenrad Fienchen II (Foto: WSW)

Mit Unterstützung des WSW Klimafonds ist im Juni eine Garage für das Lastenfahrrad "Fienchen" am Mirker Bahnhof eingeweiht worden. "Fienchen" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Fahrradstadt Wuppertal, Talradler.de und Utopiastadt. Über die Verleihplattform sind aktuell 14 Räder kostenfrei ausleihbar, darunter auch die beiden elektrischen Lastenräder "Fienchen I" und "Fienchen II". Die neue Fienchen-Garage auf dem Utopiastadt-Campus bietet Platz für vier Lastenräder, die von den Nutzern selbstständig ausgeliehen werden können. Die Initiatoren des Fahrradverleihs möchten mit dem Angebot zu einer Reduzierung von innerstädtischen Autofahrten beitragen und das Fahrrad als echte Alternative zum PKW in Wuppertal etablieren. Fienchen II hat in seinem ersten Betriebsmonat bereits 1 000 Kilometer zurückgelegt.

2016 startete Utopiastadt e. V. mit dem Ausleihangebot "Fienchen". Ein Jahr später gewannen die Utopisten bei einem WSW Klimafonds-Wettbewerb die Förderung in Höhe von 8.600 Euro für die Anschaffung weiterer Räder sowie der nun in Betrieb genommenen Ausleihstation. Über die Website www.fienchen-wuppertal.de können nicht nur die beiden Lastenräder entliehen werden, sondern auch die insgesamt zwölf Fahrräder des Nordstadt-Projekts "Pina und E-Mil", davon sechs Pedelecs und sechs E-Lastenräder. Bei Ausleihe und Rückgabe sind die Corona-Schutzregeln zu beachten. Die Leihräder werden an den Bedienoberflächen nach jeder Ausleihe desinfiziert. Sowohl Ver- als auch Entleiher müssen bei der Über- beziehungsweise Rückgabe des Rads einen Mundschutz tragen. Außerdem ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Talwärme

Anschluss nicht verpassen

Neue Talwärme-Kunden können für die Installation einen Zuschuss beantragen. (Foto: WSW)

Die WSW fördern die Neuinstallation von Talwärme-Heizungen mit insgesamt einer Million Euro. Je nach Anlagengröße liegen die Zuschüsse des "Förderprogramms Talwärme 2020" pro Anlage zwischen 1.250 und 9.000 Euro. Der Ausbau der Talwärme, also der Fernwärmeversorgung aus dem AWG-Müllheizkraftwerk Korzert, ist das größte Klimaschutzprojekt in Wuppertal und wichtiger Bestandteil des "Green City Plans" der Stadt Wuppertal.

Durch WSW Talwärme werden jährlich 450 000 Tonnen CO2 eingespart. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um das Klimaschutzziel der Stadt Wuppertal zu erreichen, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 auf 2,64 Millionen Tonnen zu begrenzen. Aber es gibt noch weiteres Klimaschutz-Potenzial der Talwärme. Entlang der Fernwärmeleitungen auf der Talachse und auf den Südhöhen gibt es noch rund 800 Liegenschaften, die für einen Anschluss infrage kommen. Durch den Ersatz von Öl- und Erdgasheizungen lässt sich der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase noch weiter verringern. Sowohl Bauherren, als auch Besitzer von Bestandsimmobilien sollten daher prüfen, ob ein Umstieg auf die Talwärme-Versorgung möglich ist. Dank der Förderung ist dies im Moment besonders attraktiv. Alle Talwärme-Kunden profitieren auch langfristig von niedrigen Energie- und geringeren Wartungskosten gegenüber einer Öl- oder Erdgas-Heizungsanlage. Die Talwärme-Leitungen erschließen die Versorgungsgebiete Elberfeld, Barmen, Küllenhahn/Hahnerberg sowie Ronsdorf. Welche Liegenschaften genau infrage kommen, können Hausbesitzer mit dem Talwärme-Check auf www.wsw-online.de prüfen. Die klimafreundliche WSW Talwärme stammt zu 80 Prozent aus dem AWG-Müllheizkraftwerk auf Korzert. Der Rest wird im Heizkraftwerk Barmensowie in den Heizwerken Viehhof und Haspel produziert.

Tal.Markt

Der Schlüssel zur Energiewende

Die Photovoltaik-Anlage der Firma SFS bereichert das Angebot im Tal.Markt. (Foto: WSW)

Seit dem Sommer bietet die Velberter Firma SFS Safety Flooring Solarstrom aus ihrer Photovoltaik-Anlage auf dem Tal.Markt an. Der Spezialist für rutschfeste Bodenbeläge kümmert sich schon seit Jahren intensiv um das Thema Nachhaltigkeit. Seit 2010 betreibt das Unternehmen eine eigene Photovoltaik-Anlage und spart damit nach eigenen Angaben 20 Tonnen CO2 pro Jahr. "Die Sonne schickt doch jeden Tag ein Vielfaches der benötigten Energie auf die Erde", sagt Geschäftsführer Holger Heis, "warum also nicht den Strom selbst erzeugen?" Auch vor zehn Jahren wurde der Strombedarf schon komplett aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Seit 2018 kommt der grüne Strom vom Tal.Markt. Nun ist SFS noch einen Schritt weitergegangen und bietet den nicht genutzten Ökostrom aus der eigenen Anlage auf dem Tal.Markt an. Holger Heis: "Wir haben uns für den Tal.Markt entschieden, weil wir die Idee der dezentralen Stromvermarktung immer schon gut fanden und hierin - und nicht in riesigen Stromleitungen von der Küste ins Binnenland - den Schlüssel zur Energiewende sehen."

Nachhaltigkeit bedeutet für das Velberter Unternehmen aber noch mehr als die Nutzung regenerativer Energien. Die eigene Produktion und Verwaltung sind seit zwei Jahren CO2-neutral, in den Produkten von SFS werden umweltbelastende Stoffe wie PVC nach Möglichkeit substituiert, der Verpackungsaufwand konnte trotz gestiegener Versandmenge reduziert werden. Als Firmenwagen werden nur noch elektrische oder Hybrid-Autos angeschafft. Bei Geschäftsreisen leistet das Unternehmen Kompensation für den unvermeidlichen CO2-Ausstoß.

Die Photovoltaik-Anlage von SFS Safety Flooring produziert rund 25 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, die den Tal.Markt-Kunden ab sofort zur Verfügung stehen. Mehr zum Tal.Markt unter www.wsw-talmarkt.de.